Radar hilft, Niederschlag zu verfolgen. Eine farbige Fläche allein beantwortet aber nicht, ob es in Ihrer Straße regnen wird. Entscheidend sind Produkt, Zeitstempel und Entwicklung. Dieser Ratgeber erläutert die Nutzung und beschreibt keine aktuelle Wetterlage.
Zuerst Produkt und Einheiten prüfen
AEMET bietet unter anderem Reflektivität, Echotophöhe und Niederschlagssummen an. Diese Produkte zeigen Unterschiedliches: Reflektivität wird in dBZ, Echotophöhe in Kilometern und Niederschlagssumme in Millimetern angegeben. Rot auf dem Radar bedeutet keine rote AEMET-Warnung. Lesen Sie die jeweilige Legende.
Was beobachtet das Radar?
Das Radar sendet ein Signal und empfängt einen Teil der Energie, die etwa von Regentropfen, Schnee oder Hagel zurückgestreut wird. Daraus lassen sich Niederschläge schätzen. Es ist weder ein Foto des tatsächlich am Boden ankommenden Regens noch die Messung eines Regenmessers an Ihrem Haus.
Eine Animation prüfen
- Suchen Sie Ziel und Route, nicht nur Ihren Standort.
- Prüfen Sie Datum, Uhrzeit und angegebene Zeitzone.
- Sehen Sie mehrere Bilder an: Nähern sich Echos, ziehen sie ab oder verändern sie ihre Größe?
- Unterscheiden Sie vergangene Beobachtungen von Vorhersagen; manche Anwendungen verbinden beides.
- Vergleichen Sie mit Vorhersage und amtlichen Warnungen.
Ein praktisches Beispiel
Sie möchten um 18:00 aufbrechen und ein Bildschirmfoto zeigt Regen westlich Ihres Ziels. Das Einzelbild verrät keine Zugrichtung. Zeigt die Animation eine Bewegung nach Osten, prüfen Sie die Lage kurz vor dem Aufbruch erneut. Eine genaue Ankunftszeit lässt sich dennoch nicht ableiten: Niederschlagszellen können entstehen oder schwächer werden. Dies ist ein hypothetisches Beispiel.
Häufige Fehler vermeiden
Vergleichen Sie Farben verschiedener Anwendungen nur nach Prüfung der Skalen. Eine Sechsstundensumme zeigt nicht den gerade fallenden Regen. Ein Gebiet ohne Echos garantiert kein trockenes Wetter: Radar hat Grenzen und Daten können fehlen. Schätzungen hängen unter anderem von Niederschlagsart und Beobachtungsbedingungen ab.
Vor dem Aufbruch
Nutzen Sie Radar, Ortsvorhersage und Warnungen gemeinsam. Prüfen Sie bei Widersprüchen zunächst Zeiten, Einheiten und Abdeckung. Unser Ratgeber zu Warnfarben erläutert die amtlichen spanischen Gefahrenstufen.
